10 Tipps für den Handtaschenkauf

Wir kennen das alle: beim letzten Handtaschenkauf hätten wir uns doch für das schlichtere Modell entscheiden sollen. Jetzt will man los und es fehlt die passende Handtasche zum Outfit. Ich habe dieses Problem irgendwie ständig, obwohl ich mich eigentlich nicht über zu wenige Taschen beklagen kann. (An dieser Stelle eine kleine Notiz an mich selbst: Anni, du brauchst mehr Basics. Auch bei Handtaschen.) Kürzlich fielen mir meine orangefarbenen Sandalen wieder in die Hände. Ich liebe sie sehr, hatte sie nur irgendwie aus den Augen verloren, weil sie im Schuhregal ganz nach hinten gerutscht waren. In Kombi zu meiner grauen Skinny-Jeans und einer weißen Bluse fand ich die super. Dummerweise hatte ich nicht ansatzweise eine Handtasche parat, die zu diesem Outfit gepasst hätte. Also Schuhwechsel. Schade um die Sandalen.
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Mit diesen 10 Tipps für den Handtaschenkauf sollte sich das Problem erledigen:

1.) Zu welchem Anlass brauche ich die Tasche?
Angebote gibt es eine ganze Menge. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Es macht also Sinn, wenn man von vorn herein weiß, wofür die neue Handtasche gedacht ist. Am Ende hat man sonst wieder eine Tasche mehr im Schrank, die man weder benötigt, noch kombinieren kann. Ist das neue Schätzchen also für die Uni gedacht, für’s Büro, die Freizeit, eher für Partys oder für einen sehr schicken Anlass?

2.) Wie groß soll die Handtasche sein?
Wenn man entschieden hat, wofür die Tasche gedacht ist, weiß man auch, wie groß sie sein muss. Braucht man sie für die Uni oder den Job, sollte sie so groß sein, dass man alles unterbringen kann, was man mitnehmen muss. Ist sie für die Freizeit gedacht, überleg dir, was du dann grundsätzlich bei dir trägst. Wenn es ein Partytäschchen sein soll oder zum Beispiel eine Hochzeit, ein Ball oder ein anderer formeller Anlass, dann bietet sich eine kleine Handtasche an, die gerade so groß ist, dass das Allernötigste hinein passt.

3.) Welches Modell soll’s sein?
Die Frage klärt sich, wenn Punkt 1 und 2 beantwortet sind. Ein Shopper zum Beispiel hat die richtige Größe für den Alltag und ist ein echtes Allroundtalent. Kleine Dinge, aber auch wichtige Unterlagen und ein Notebook finden hier genug Platz. Eine Schultertasche oder Umhängetasche ist für leichtes Gepäck gedacht. Sie sind meist kleiner oder mittelgroß und bieten gerade ausreichend Platz für die wichtigsten Dinge. Eine Clutch ist die Prinzessin unter den Taschen. Sie ist so klein, dass in sie nur das Nötigste hinein passt. Im Alltag braucht sie kein Mensch aber für einen Abend beim Lieblingsitaliener, eine Party oder einen formelleren Anlass wie zum Beispiel für eine Hochzeit ist sie die ideale Besetzung.

4.) Welche Farbe und welches Material?
Hier passieren die meisten Fehlkäufe. Es macht Sinn, sich einen kleinen Fundus aus Essentials zusammenzustellen. Klassiker in zeitlosen und gedeckten Nuancen passen nahezu zu jeder Garderobe und sind universell einsetzbar. Das Material ist neben der Farbe das Wichtigste an der Tasche, denn damit steht und fällt ihre Gesamterscheinung und somit auch deine! Möchte man sich mehr als eine Handtasche anschaffen oder soll sie nur für einen Sommer oder einen Winter herhalten, darf man natürlich auch zu den aktuellen Trends und Modefarben greifen!

5.) Details: ausgefallen oder schlicht und klassisch?
Soll die Tasche für’s Business herhalten, wo es vielleicht grundsätzlich etwas gediegener zugeht, ist eine schlichte, klassische Handtasche ohne viel Schnickschnack und Details ratsam. Taschen mit witzigen, sportlichen oder ausgefallenen Details wirken hier schnell deplatziert und zeugen eher von mangelndem Stilgefühl. In der Freizeit und am Abend ist natürlich alles erlaubt, was gefällt. Wichtig ist nur, dass die Tasche das Outfit stimmig abrundet.

6.) Passt die Tasche zu meinem Stil?
Ganz wichtig: kaufe nur Dinge, die zu deinem eigenen Stil passen. Hast du viele völlig ausgeflippte Sachen im Schrank? Dann ist eine ruhige Tasche – vielleicht in einer dann ausgefallenen Farbe – genau das Richtige für dich. Bist du eher der cleane Typ, werden Handtaschen mit üppigen Details, Mustern oder in schreienden Farben auch nicht zu dir passen. Keine gewagten Experimente!

7.) Welche Größe und welche Tragevariante ist die richtige für mich?
Das ist natürlich Anlass- und Modellabhängig. Grundsätzlich gilt, dass die Tasche auch irgendwie zu deiner Körpergröße passen sollte. Es macht immer Sinn, die Handtasche vor einem Spiegel auszuprobieren und direkt verschiedenen Tragevarianten zu testen.

8.) Wie viel Stauraum muss mir die Tasche bieten?
Brauchst du viele Steckfächer und zusätzliche Taschen, weil du viel Kleinkram mit dir herum trägst oder reicht dir ein großes Hauptfach? Kläre diesen Punkt für dich und bleibe bei der Auswahl deines neuen Schätzchens konsequent, sonst ist ein Fehlkauf garantiert!

9.) Was darf sie kosten?
Mit einer festen Preisvorstellung im Kopf grenzt sich wenigstens die große Auswahl schon von allein ein. Wenn du ein Auge auf das Liebe Geld haben musst, setz’ dir am besten ein Limit und investiere in eine Handtasche, die du lange tragen und leicht kombinieren kannst.

10.) Was sagt dir dein Bauchgefühl?
Meine Omi sagt immer, hör auf deinen Bauch, dann wird es schon richtig sein. Da ist definitiv ‘was dran. Wenn du bei deiner getroffenen Auswahl ins Grübeln kommst, lass die Finger davon. Egal, was der Auslöser ist, du wirst dich später nur ärgern. Ist es Liebe auf den ersten Blick? Ja dann nichts wie ‘ran. (Gilt übrigens nicht nur für Handtaschen 😉 )

Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, beim nächsten Shoppingtrip endlich kombifreundliche Basics anzuschaffen. So kann es ja nicht weitergehen. Und was macht Ihr?

Herzlichst,
Eure Annika

  • Kategorie: Allgemein Herbst / Winter 2015
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